Gemüse im Juli pflanzen: Die zweite Saison
Der Hochsommer ist da! Während Tomaten und Zucchini fleißig geerntet werden, leeren sich die ersten Beete nach der Ernte von Erbsen oder Frühkartoffeln. Was sät man im Juli? Jetzt beginnt die Vorbereitung für die Herbst- und Winterernte mit Endivien, Winterrettich und Chinakohl.
Nachsaat für Herbst und Winter
Lass keine Beete ungenutzt brachliegen. Die feuchtwarmen oder heißen Bedingungen im Juli erfordern eine gute Bodenvorbereitung: Erde lockern, Wässern und dann säen.
🥬 Herbst- und Wintersalate
Endivien, Radicchio, Zuckerhut und Chinakohl gedeihen hervorragend, wenn sie im Juli gesät werden. Sie vertragen spätere Kälte extrem gut. Gegen Ende Juli kann auch schon der erste Feldsalat für den Herbst in die Erde.
🥕 Wurzel- & Knollengemüse
Winterrettich und Herbstrüben werden jetzt ausgesät. Auch späte Karottensorten für die Wintereinlagerung können Anfang Juli noch gesät werden. Knollenfenchel als Jungpflanze ins Beet setzen.
🫘 Buschbohnen: Die letzte Chance
Bis Mitte Juli kannst du ein letztes Mal Buschbohnen säen. Da der Boden jetzt schön warm ist, keimen sie meist innerhalb weniger Tage und liefern im September noch einmal knackige Erträge.
🌿 Kräuter und Kurzkulturen
Dill, Petersilie, Koriander und Rucola können in kleinen Reihen nachgesät werden. Rucola leidet bei zu viel Hitze und Trockenheit oft unter Erdflöhen – achte auf gleichmäßige Feuchtigkeit.
Pflege und Bewässerung im Hochsommer
Im Juli ist der Wasserbedarf der Pflanzen am höchsten. Richtiges Gießen entscheidet über Ernteerfolg oder Ernteausfall.
- Richtiges Wässern: Gieße in den kühlen Morgenstunden tiefgründig. 1-2 Mal pro Woche ausgiebig zu wässern ist besser, als jeden Tag nur ein bisschen, da tiefe Wassergaben die Wurzeln in die Tiefe ziehen.
- Mulchen ist Pflicht: Eine Schicht aus angetrocknetem Rasenschnitt, Stroh oder Blättern zwischen den Gemüsereihen hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und fördert das Bodenleben.
- Zucchini und Gurken ernten: Ernte Zucchini, wenn sie noch klein sind (15-20 cm). Das schmeckt besser und regt die Pflanze an, permanent neue Blüten und Früchte zu bilden.
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Kostenlos startenHäufige Fragen
Frage: Welches Gemüse kann ich im Juli noch aussäen?
Antwort: Für den Herbst und Winter sät man im Juli: Radicchio, Endivien, Zuckerhut, Chinakohl, Winterrettich, Knollenfenchel und späte Möhren. Bis Mitte Juli funktioniert auch noch die Direktsaat von schnell wachsenden Buschbohnen.
Frage: Kann ich im Juli noch Salate anbauen?
Antwort: Ja, aber klassischer Kopfsalat schießt bei Hitze schnell in die Blüte. Setze stattdessen auf hitzeverträgliche Salate wie Endivien, Radicchio, Zuckerhut oder Pflücksalate. Feldsalat kann ab Ende Juli/Anfang August gesät werden.
Frage: Was pflanze ich auf abgeerntete Erbsen- und Kartoffelbeete?
Antwort: Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an. Nach Erbsen eignen sich Mittelzehrer wie Fenchel, Spinat oder Herbstsalate. Nach frühen Kartoffeln ist der Boden schön locker – ideal für die Aussaat von Winterrettich, Endivien oder Buschbohnen.
Frage: Wie gieße ich mein Gemüse bei Hitze richtig?
Antwort: Gieße seltener (z. B. alle 2-3 Tage), aber dafür sehr durchdringend (15-20 Liter pro Quadratmeter). So wurzeln die Pflanzen tiefer. Morgens ist der beste Zeitpunkt. Mulchen mit Grasschnitt hält den Boden länger feucht.
Weiterführende Monate: Gemüse im Juni · Gemüse im August. Siehe auch: Gartenarbeiten im Juli.
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