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🌸 Winterharte Stauden:
Jedes Jahr aufs Neue

Sie sind das Herzstück fast aller Gärten und doch wissen viele Anfänger nicht genau, was sie eigentlich sind: Stauden. Im Gegensatz zu Sommerblumen, die man jedes Jahr neu kaufen muss, kommen winterharte Stauden treu jeden Frühling wieder. Sie sind pflegeleicht, vielfältig und unverzichtbar für Bienen und Schmetterlinge.

Buntes Staudenbeet mit Sonne

Was genau ist eine Staude?

Stauden sind krautige, ausdauernde Pflanzen. Das bedeutet:

1. Krautig

Sie verholzen nicht (wie Bäume oder Sträucher).

2. Rückzug

Im Winter sterben die oberirdischen Teile (Stängel, Blätter) ab. Die Pflanze schützt sich so vor Frost.

3. Überdauerung

Sie überwintern als Wurzel, Knolle oder Rhizom im Boden.

4. Neustart

Im Frühling treiben sie mit neuer Kraft aus der Erde aus.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Manche Stauden sind wintergrün (z.B. einige Farne, Bergenien).

Für jeden Standort die richtige Staude

Erfolg im Staudenbeet beginnt mit der Standortwahl. "The right plant in the right place" (die richtige Pflanze am richtigen Ort) ist das Mantra der Gärtnerprofis.

☀️ Sonnenanbeter

Lieben pralle Sonne und oft trockeneren Boden.

  • Lavendel
  • Sonnenhut (Echinacea)
  • Rittersporn
  • Pfingstrose
  • Fetthenne

⛅ Halbschatten

Mögen es hell, aber keine brutale Mittagssonne.

  • Frauenmantel
  • Storchschnabel
  • Akelei
  • Tränendes Herz
  • Herbstanemone

🌑 Schattenhelden

Gedeihen unter Bäumen oder an Nordwänden.

  • Funkie (Hosta)
  • Farn
  • Elfenblume
  • Christrose
  • Waldsteinie

Blütenwelle: Das ganze Jahr Farbe

Das Geheimnis schöner Staudenbeete: Plane so, dass von März bis Oktober immer etwas blüht.

🌷

Frühling

Primeln, Lenzrosen, Blaukissen

🌸

Frühsommer

Pfingstrosen, Rittersporn, Iris

🌻

Hochsommer

Sonnenhut, Phlox, Taglilie

🍂

Herbst

Astern, Chrysanthemen, Fetthenne

Staudenpflege: Das 1x1

Wann schneiden?

Die meisten Stauden schneidet man erst im Spätwinter (Februar/März) zurück, kurz bevor der neue Austrieb beginnt.
Warum nicht im Herbst?
1. Die vertrockneten Stängel sind ein natürlicher Winterschutz für die Wurzeln.
2. Sie sehen mit Raureif bedeckt wunderschön aus ("Winteraspekt").
3. Insekten überwintern in den hohlen Stängeln.

Teilen verjüngt

Wenn Stauden nach einigen Jahren weniger blühen oder in der Mitte verkahlen (der berühmte "Hexenring"), ist es Zeit zur Teilung. Grabe den Wurzelballen im Frühjahr oder Herbst aus, teile ihn mit dem Spaten in Stücke und pflanze diese an neue Stellen. So vermehrst du deine Pflanzen kostenlos und hältst sie vital!

Düngen & Mulchen

Im Frühling freuen sich Stauden über eine Gabe Kompost oder organischen Dünger. Eine Mulchschicht (z.B. aus Rasenschnitt) hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut.

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Häufige Fragen zu Stauden

Was ist der Unterschied zwischen Staude und Strauch?
Ganz einfach: Sträucher verholzen und behalten ihre Zweige im Winter (wie Rosen oder Flieder). Stauden sind krautig und frieren oberirdisch im Winter ab (wie Rittersporn oder Phlox).
Gibt es Stauden, die Schnecken nicht mögen?
Ja! Schnecken meiden oft Pflanzen, die stark riechen, behaarte Blätter haben oder giftig sind. Gute Kandidaten sind: Lavendel, Frauenmantel, Storchschnabel, Eisenhut, Fetthenne und Pfingstrosen. Funkien (Hostas) hingegen sind leider Schnecken-Lieblingsfutter.
Muss ich Stauden im Winter abdecken?
Winterharte Stauden kommen in der Regel ohne Schutz aus. Jungpflanzen im ersten Winter oder Exoten (z.B. einige Gräser) kannst du mit Laub oder Reisig abdecken. Das vertrocknete Laub der Pflanze selbst ist oft der beste Schutz! Weitere Tipps zum Mulchen findest du in unserem Ratgeber.
Welche anderen winterharten Pflanzen gibt es?

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