Unkraut dauerhaft entfernen:
Kampfansage an Giersch & Co.
Es ist der ewige Kampf des Gärtners: Man dreht sich kurz um, und schon sprießt das Unkraut wieder. Doch bevor du zur Chemiekeule greifst (bitte nicht!), atme tief durch. Mit dem richtigen Wissen und etwas Strategie bekommst du selbst hartnäckige Wurzelunkräuter wie Giersch und Löwenzahn in den Griff – ganz biologisch.

Kenne deinen Feind: Wurzel- vs. Samenunkräuter
Nicht jedes Unkraut bekämpft man gleich. Es ist entscheidend zu wissen, womit man es zu tun hat:
1. Wurzelunkräuter
Beispiele: Giersch, Löwenzahn, Quecke, Ackerwinde, Brennnessel.
Die Strategie: Hier hilft kein oberflächliches Hacken! Jedes kleine Wurzelstück, das im Boden bleibt, treibt neu aus (besonders beim Giersch). Du musst sie tiefgründig ausgraben. Nutze eine Grabegabel oder einen Unkrautstecher.
2. Samenunkräuter
Beispiele: Vogelmiere, Franzosenkraut, Hirtentäschel.
Die Strategie: Sie vermehren sich explosionsartig durch Samen. Dein Ziel: Jäten, BEVOR sie blühen! Einmal Samen gebildet, hast du für Jahre "Nachschub" im Boden. Hier reicht oft flaches Hacken bei trockenem Wetter – die Pflänzchen vertrocknen dann einfach.
Die goldene Unkraut-Regel
"Ein Jahr sät, sieben Jahre jät."
Vermeide um jeden Preis, dass Unkraut zur Samenreife kommt!
Vorbeugen: Mach den Boden dicht!
Unkraut ist wie ein Pflaster der Natur für offenen Boden. Wo Erde nackt liegt, wächst Unkraut. Die logische Konsequenz: Lass keinen Boden offen!
Mulchen
Bedecke offene Erde zwischen Stauden und Gemüse mit einer Schicht aus Rasenschnitt, Rindenmulch oder Stroh. Das unterdrückt Unkraut, weil kein Licht an die Samen kommt. Mehr Infos in unserem Mulch-Ratgeber.
Bodendecker pflanzen
Pflanze Teppich-Stauden wie Storchschnabel, Waldsteinie oder Immergrün. Sie wachsen so dicht, dass Unkraut keine Chance hat. Tipps zur Bodenqualität findest du unter Boden verbessern.
Enger pflanzen
Lass dir von "Pflanzabständen" keine Angst machen. In einem eingewachsenen Beet sollten sich die Blattspitzen der Nachbarpflanzen berühren. Mehr dazu in unseren Gartenpflege-Tipps.
Hausmittel gegen Unkraut: Was wirkt?
| Mittel | Wirkung | Einsatzgebiet |
|---|---|---|
| Kochendes Wasser | Zerstört die Eiweißstruktur der Pflanze. Sie stirbt ab. | Fugen, Ritzen (Terrasse, Gehweg). |
| Fugenbürste / -kratzer | Mechanisches Entfernen. Mühsam, aber effektiv. | Pflasterfugen. |
| Salz & Essig | VERBOTEN! | Auf versiegelten Flächen gesetzlich verboten, da es ins Grundwasser gelangt. |
| Abflammen | Erhitzt die Zellen, Pflanze vertrocknet. Muss oft wiederholt werden. | Pflasterflächen, Wege. |
Spezialfall: Giersch
Giersch ist der Erzfeind vieler Gärtner. Seine weißen Wurzeln ("Ausläufer") durchziehen den Boden und jedes abgebrochene Stück treibt neu aus.
Option A: Totale Sanierung
Beet komplett abräumen. Erde sieben und jede Wurzel entfernen. Extrem aufwendig!
Option B: Aushungern
Regelmäßig jedes grüne Blatt abreißen. Ohne Photosynthese stirbt die Wurzel (dauert 1-2 Jahre).
Option C: Aufessen!
Giersch ist essbar und gesund (schmeckt wie Petersilie). Mach Pesto oder Smoothies draus!
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