Pflanzplan erstellen mit App: In 6 Schritten zum Beetplan
Einen Pflanzplan erstellen mit einer App geht schneller als mit Papier und Radiergummi – vorausgesetzt, du gehst in einer sinnvollen Reihenfolge vor. Diese Anleitung führt dich in sechs Schritten vom ausgemessenen Beet zum fertigen Plan: erst Fläche und Raster, dann die Hauptkulturen, danach Nachbarschaften, Fruchtfolge und Zeitplan. Die Beispiele beziehen sich auf den Beetplaner, die Schritte funktionieren aber auch mit anderen Planungs-Apps.

Symbolbild; zeigt nicht die Oberfläche des Beetplaners.
Schritt 1: Beet ausmessen und in Felder übersetzen
Miss die Fläche, die du tatsächlich bepflanzen kannst – ohne Wege und Einfassungen. Bei Hochbeeten zählt das Innenmaß.
Im Beetplaner besteht ein Beet aus Reihen und Plätzen je Reihe. Ein Feld hat kein festes Maß: Du entscheidest, wofür es steht. Für gemischte Gemüsebeete sind 25 bis 30 cm ein praktischer Ausgangswert. Ein Beet mit 120 × 240 cm ergibt bei 30 cm also 4 Reihen mit je 8 Plätzen.
Große Pflanzen wie Zucchini, Kürbis oder Kohl brauchen oft mehr Platz als ein Feld. Lass dann bewusst angrenzende Felder frei und prüfe den Pflanzabstand in den Pflanzeninfos.
Schritt 2: Pflanzenauswahl und Mengen festlegen
Schreib auf, was du gern isst und wie viel davon. Zwei Zucchinipflanzen versorgen viele Haushalte über den Sommer, bei Salat oder Radieschen lohnt sich dagegen eher eine Folge kleiner Sätze.
Für den Einstieg sind wenige Arten übersichtlicher als eine lange Wunschliste. Ergänzen kannst du im zweiten Jahr, wenn du weißt, wie sich dein Standort verhält.
Schritt 3: Hauptkulturen zuerst setzen
Hauptkulturen stehen am längsten im Beet, etwa Tomaten, Kohl, Lauch oder Möhren. Plane sie zuerst ein und richte die übrigen Pflanzen danach aus.
Hohe Pflanzen setzt du in der Regel auf die Nordseite des Beets, damit sie niedrige Kulturen nicht beschatten. Kräuter und Pflanzen, die du oft erntest, gehören an den gut erreichbaren Rand.
Schritt 4: Pflanzennachbarn prüfen
Bei der Mischkultur kombinierst du Pflanzen, die sich ergänzen – zum Beispiel unterschiedlich tief wurzelnde oder unterschiedlich schnell wachsende Arten. Ungünstige Paare trennst du räumlich.
Im Beetplaner siehst du das direkt beim Setzen: Freie Felder färben sich grün oder rot, und nach dem Platzieren verbinden Linien gute und ungünstige Nachbarn. Rote Verbindungen sind ein Anlass, umzustellen, aber kein festes Verbot.
Die in Gartenratgebern beschriebenen Mischkultur-Effekte sind nicht in jedem Garten gleich zu beobachten. Standort, Licht, Boden und Pflege spielen mit.

Schritt 5: Fruchtfolge mitdenken und den Plan sichern
Pflanzen derselben Familie sollten nicht direkt nacheinander am selben Platz stehen. Bei Kreuzblütlern wie Kohl oder Radieschen werden häufig Anbaupausen von drei bis fünf Jahren empfohlen.
Damit du das im nächsten Jahr nachvollziehen kannst, brauchst du den Plan von diesem Jahr. Im Beetplaner exportierst du die aktuelle Ansicht als Bild; mit Premium speicherst du mehrere Beete dauerhaft im Konto.
Schritt 6: Vor- und Nachkulturen zeitlich einplanen
Ein Beet muss nicht das ganze Jahr mit derselben Kultur belegt sein. Vor der wärmeliebenden Hauptkultur passen schnelle Kulturen wie Radieschen oder Spinat, danach zum Beispiel Feldsalat.
Wichtig ist ein realistischer Zeitplan: Die Vorkultur muss geerntet sein, bevor die Hauptkultur ins Beet kommt. Der Gartenkalender zeigt dir Aussaat- und Erntezeiten deiner Pflanzen, damit du die Wechsel besser abschätzen kannst.
- Vorkultur: schnell, kältetolerant, früh geräumt
- Hauptkultur: lange Standzeit, bestimmt die Planung
- Nachkultur: rechtzeitig säen, oft bis in den Herbst oder Winter
Passend zum nächsten Schritt
Beetplaner App im Überblick →
Was die App kann und wie du sie auf dem Smartphone nutzt.
Fruchtfolge planen →
Stark-, Mittel- und Schwachzehrer sinnvoll abwechseln.
Mischkultur verstehen →
Gute und ungünstige Pflanzennachbarn im Gemüsebeet.
Nachkultur im Gemüsebeet →
Was nach der Haupternte noch ins Beet passt.
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Kostenlos startenHäufige Fragen
Welche App eignet sich, um einen Pflanzplan zu erstellen?
Wichtig sind eine anpassbare Beetgröße, Hinweise zu Pflanzennachbarn und eine Möglichkeit, den Plan zu sichern. Der Beetplaner bietet das für Gemüse, Kräuter und Obst; für Ziergärten oder 3D-Pläne gibt es spezialisierte Programme.
Wie groß sollte ein Feld im Pflanzplan sein?
Für gemischte Gemüsebeete sind 25 bis 30 cm ein guter Ausgangswert. Für große Pflanzen lässt du angrenzende Felder frei, für sehr kleine Kulturen wie Radieschen steht ein Feld für mehrere Pflanzen.
Kann ich meinen Pflanzplan ausdrucken?
Du kannst die aktuelle Ansicht im Beetplaner als Bild exportieren und dieses Bild ausdrucken oder auf dem Handy mit in den Garten nehmen.
Kann eine App den Pflanzplan automatisch erstellen?
Mit der KI-Planung ordnet der Beetplaner ausgewählte Pflanzen als ersten Vorschlag im Beet an. Die Funktion ist in kostenpflichtigen Tarifen enthalten. Den Vorschlag solltest du anschließend prüfen und an deinen Standort anpassen.
Wie oft sollte ich den Pflanzplan anpassen?
Mindestens einmal pro Saison, wenn du die Fruchtfolge für das nächste Jahr planst. Bei Vor- und Nachkulturen lohnt sich ein kurzer Blick nach jeder Ernte.
Pflanzplan direkt umsetzen
Lege Reihen und Plätze fest, setze deine Pflanzen und prüfe die Nachbarschaften im Beetplaner.