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Boden & Düngung

Kompost herstellen: Dein Weg zu wertvollem Dünger

Kompost ist das Gold des Gärtners – ein natürlicher, nährstoffreicher Dünger, den du aus deinen eigenen Garten- und Küchenabfällen herstellen kannst. Besonders wichtig für deine Beetplanung und Mischkultur-Strategien. Erfahre, wie du Schritt für Schritt eigenen Kompost herstellst und deinen Boden nachhaltig verbesserst.

In diesem Artikel:

Komposthaufen im Garten - Kompost herstellen für natürlichen Dünger

Warum Kompost? Die Vorteile für deinen Garten

Kompost ist mehr als nur Dünger – er ist ein Alleskönner für deinen Garten:

🌱 Nährstoffversorgung

Kompost liefert alle wichtigen Makro- und Mikronährstoffe, die deine Pflanzen benötigen. Er versorgt sie langsam und gleichmäßig über die gesamte Wachstumsperiode.

💧 Wasserspeicherung

Kompost verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erheblich. Er hilft, Feuchtigkeit zu halten und gleichzeitig Staunässe zu vermeiden. Perfekt für Mischkultur-Beete mit verschiedenen Wasseransprüchen.

🦠 Bodenleben fördern

Kompost ist voller nützlicher Mikroorganismen, die den Boden beleben. Diese helfen bei der Nährstoffaufnahme und stärken die Abwehrkräfte deiner Pflanzen.

🌿 Bodenstruktur verbessern

Kompost lockert schwere Böden auf und verbessert die Struktur leichter Böden. Er sorgt für eine krümelige, gut durchlüftete Erde, die Wurzeln optimal wachsen lässt. Ideal für deine Beetplanung.

♻️ Nachhaltigkeit

Kompostieren ist die perfekte Kreislaufwirtschaft: Du verwertest deine Garten- und Küchenabfälle und erhältst wertvollen Dünger zurück. Kostenlos, umweltfreundlich und effektiv!

Was gehört auf den Kompost? Materialien-Übersicht

Die richtige Mischung macht den Unterschied. Ein guter Kompost braucht sowohl grüne (stickstoffreiche) als auch braune (kohlenstoffreiche) Materialien:

Das gehört auf den Kompost:

  • Küchenabfälle: Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Teebeutel, Eierschalen
  • Gartenabfälle: Laub, Rasenschnitt, kleine Äste, Pflanzenreste
  • Sonstiges: Zeitungspapier (ungedruckt), Pappe, Stroh, Heu

Das gehört NICHT auf den Kompost:

  • Fleisch & Fisch: Locken Ratten an und verrotten schlecht
  • Milchprodukte: Können unangenehme Gerüche verursachen
  • Kranke Pflanzenteile: Krankheiten können überleben
  • Unkraut mit Samen: Samen überleben die Kompostierung
  • Behandeltes Holz: Enthält schädliche Chemikalien

💡 Tipp: Das richtige Verhältnis

Ein gutes Verhältnis ist etwa 2:1 (braune zu grüne Materialien). Zu viel Grün führt zu Fäulnis, zu viel Braun verlangsamt die Verrottung. Achte auf eine ausgewogene Mischung!

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Kompost anlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

So legst du einen erfolgreichen Komposthaufen an:

1. Standort wählen

Wähle einen halbschattigen, gut erreichbaren Platz. Der Kompost sollte direkten Bodenkontakt haben, damit Regenwürmer und andere Bodenorganismen einwandern können. Ideal ist ein Platz mit etwas Windschutz.

2. Grobes Material als Basis

Beginne mit einer 10-20 cm dicken Schicht aus grobem Material wie Ästen oder Strauchschnitt. Diese sorgt für Belüftung von unten und verhindert Staunässe.

3. Schichten aufbauen

Baue nun abwechselnd dünne Schichten auf:

  • Grüne Schicht: Küchenabfälle, Rasenschnitt (5-10 cm)
  • Braune Schicht: Laub, Stroh, kleine Äste (5-10 cm)
  • Erde: Dünne Schicht Gartenerde oder fertiger Kompost (1-2 cm) – das bringt Mikroorganismen ein

Wiederhole diese Schichten bis zu einer Höhe von etwa 1-1,5 Metern.

4. Abdecken (optional)

Eine Abdeckung aus Jute, Stroh oder einem Kompostvlies schützt vor zu viel Regen und hält die Wärme im Kompost. Sie sollte aber luftdurchlässig sein.

Kompost pflegen: Umsetzen, Feuchtigkeit & Temperatur

Ein gut gepflegter Kompost verrottet schneller und wird zu hochwertigem Dünger:

🔄 Umsetzen

Setze den Kompost alle 2-3 Monate um. Das vermischt die Materialien, bringt Sauerstoff hinein und beschleunigt die Verrottung. Im Sommer häufiger, im Winter seltener.

💧 Feuchtigkeit

Der Kompost sollte feucht, aber nicht nass sein – wie ein ausgedrückter Schwamm. Bei Trockenheit gießen, bei zu viel Nässe trockene Materialien hinzufügen.

🌡️ Temperatur

Ein aktiver Kompost wird warm (40-60°C). Das ist ein gutes Zeichen! Wenn er kalt bleibt, fehlt es an Stickstoff oder Feuchtigkeit.

🌱 Nachschub

Füge regelmäßig neue Materialien hinzu, aber achte auf das richtige Verhältnis. Kleinere Stücke verrotten schneller als große.

Wann ist Kompost fertig? Erkennungsmerkmale

Reifer Kompost ist nach 6-12 Monaten fertig. So erkennst du ihn:

✅ Aussehen

Dunkelbraun bis schwarz, krümelig, keine erkennbaren Ausgangsmaterialien mehr sichtbar. Die Struktur ähnelt guter Gartenerde.

👃 Geruch

Riecht nach Walderde, nicht nach Fäulnis oder Ammoniak. Ein angenehmer, erdiger Geruch zeigt, dass der Kompost reif ist.

🌡️ Temperatur

Der Kompost ist nicht mehr warm. Die Verrottung ist abgeschlossen, die Mikroorganismen haben ihre Arbeit getan.

🧪 Reifetest

Ein einfacher Test: Fülle etwas Kompost in einen Topf und säe Kressesamen. Keimen sie nach 3-5 Tagen, ist der Kompost reif.

Kompost verwenden: So düngst du richtig

Reifer Kompost ist vielseitig einsetzbar:

🌱 Beim Pflanzen

Mische 2-3 Liter Kompost pro Quadratmeter in die oberste Bodenschicht ein. Ideal für deine Beetplanung und als Startdüngung für neue Beete.

🌿 Als Mulch

Verteile eine 2-3 cm dicke Schicht Kompost um deine Pflanzen. Das düngt, schützt den Boden und unterdrückt Unkraut. Perfekt für Mischkultur-Beete.

🪴 Für Topfpflanzen

Mische Kompost zu 1/3 in deine Blumenerde. Er verbessert die Struktur und versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen.

📅 Zeitpunkt

Im Frühjahr vor der Pflanzung einarbeiten oder im Herbst als Bodenverbesserung. Kompost kann das ganze Jahr über verwendet werden.

⚠️ Wichtig: Nicht zu viel!

Mehr ist nicht immer besser. Zu viel Kompost kann zu Nährstoffüberschuss führen. 2-3 Liter pro Quadratmeter pro Jahr sind in der Regel ausreichend.

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