🥔 Kartoffeln pflanzen:
Gold aus der Erde
Sie ist die tollste Knolle der Welt: Die Kartoffel. Und weißt du was? Sie selbst anzubauen, macht unglaublich Spaß und ist kinderleicht! Egal ob du einen großen Gemüsegarten hast oder nur einen sonnigen Balkon – eigene Kartoffeln sind ein Highlight für jeden Hobbygärtner. Hier erfährst du alles von der Pflanzkartoffel bis zum Kartoffelsalat.
Phase 1: Vorbereitung (Februar/März)
Die richtige Sorte
Vergiss die Supermarkt-Sorten! Im eigenen Anbau kannst du aus hunderten Gourmet-Sorten wählen:
- Linda: Der festkochende Klassiker, super Geschmack.
- Bamberger Hörnchen: Feine, längliche Delikatesse.
- Blauer Schwede: Violettes Fleisch, ein Hingucker!
- Annabelle: Sehr frühe Ernte.
Vorkeimen: Der Turbo
Lege deine Pflanzkartoffeln ca. 4 Wochen vor dem Pflanzen an einen hellen, mäßig warmen Ort (10-15°C). Sie bilden dann kräftige Keime ("Lichtkeime") und haben beim Pflanzen einen Vorsprung. Das führt zu einer früheren Ernte und macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten.
Festkochend, vorwiegend festkochend, mehlig?
Festkochend
Bleibt beim Kochen in Form. Ideal für: Salat, Bratkartoffeln, Gratin.
Vorwiegend festkochend
Der Allrounder. Gut für: Salzkartoffeln, Ofenkartoffeln, Eintöpfe.
Mehlig
Zerfällt beim Kochen. Perfekt für: Püree, Knödel, Suppen.
Phase 2: Ab in die Erde (April)
Wenn die Forsythien blühen und der Boden nicht mehr gefroren ist, geht es los.
Rillen ziehen
Ziehe etwa 10 cm tiefe Pflanzrillen im Abstand von 70 cm. Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein (Kompost!).
Knollen legen
Lege die Kartoffeln im Abstand von 30-35 cm in die Rille. Wichtig: Die Keime müssen nach oben zeigen! Sei vorsichtig, damit sie nicht abbrechen.
Zudecken
Bedecke die Knollen vorsichtig mit Erde. Du kannst einen kleinen Damm formen.
Phase 3: Pflege & Das Geheimnis des Häufelns
⭐ Warum Häufeln?
Kartoffeln wachsen nicht an der Wurzel nach unten, sondern an Ausläufern seitlich und oberhalb der Mutterknolle. Durch das Anhäufeln von Erde an die Stängel erreichst du drei Dinge:
- Mehr Platz: Die Pflanze bildet mehr Wurzelausläufer und damit mehr Knollen.
- Lichtschutz: Knollen, die ans Tageslicht kommen, werden grün und giftig (Solanin). Die Erde schützt sie.
- Erwärmung: Der Erddamm erwärmt sich schneller, was das Wachstum fördert.
So geht´s: Sobald das Grün ca. 15-20 cm hoch ist, ziehst du Erde von den Seiten an die Pflanzen heran, bis nur noch die Spitzen rausschauen. Wiederhole das 2-3 Mal im Laufe des Wachstums.
Kein Garten? Kein Problem!
Kartoffeln wachsen hervorragend in Gefäßen. Ideal sind spezielle Pflanzsäcke oder einfach große Eimer (Löcher im Boden nicht vergessen!).
Die "Etagen-Methode" für den Topf:
- Fülle den Topf ca. 15 cm hoch mit Erde.
- Lege 3-4 Kartoffeln hinein.
- Bedecke sie mit 10 cm Erde.
- Sobald das Grün herauswächst, fülle wieder Erde nach ("Häufeln im Topf").
- Wiederhole das, bis der Topf randvoll ist.
Phase 4: Die Ernte
Wann sind sie fertig? Ganz einfach: Wenn das Kraut gelb wird, verwelkt und abgestorben ist. Dann haben die Kartoffeln ihre Schale ausgebildet und sind lagerfähig.
Bei Frühkartoffeln, die du direkt essen willst, kannst du auch schon ernten, wenn das Kraut noch grün ist – probiere einfach mal vorsichtig nachzugraben!
Von der eigenen Scholle auf den Teller: Unbeschreiblich gut!
Häufige Fragen
Kann ich Kartoffeln aus dem Supermarkt pflanzen?▼
Was ist Kraut- und Knollenfäule?▼
Wo finde ich weitere Gemüse-Tipps?▼
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