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❄️ Geranien überwintern:
Rette deine Lieblinge!

Jedes Jahr das gleiche Trauerspiel: Der erste Frost kommt, und tonnenweise prächtige Geranien landen in der Biotonne. Das muss nicht sein! Geranien (Pelargonien) sind eigentlich mehrjährige Halbsträucher. Mit den richtigen Tricks bringst du sie sicher durch die kalte Jahreszeit – und sie werden im nächsten Jahr oft noch schöner und größer.

Zurückgeschnittene Geranien im Winterquartier

Warum überhaupt überwintern?

💰

Geld sparen

Eine Geranie kostet jedes Jahr 3-5€. Bei 10 Pflanzen sind das 50€ pro Saison!

🌳

Stärkere Pflanzen

Überwinterte Geranien haben einen Wuchsvorsprung und werden üppiger als Jungpflanzen.

🌍

Nachhaltigkeit

Weniger Müll, weniger Produktion, weniger Transport. Gut fürs Klima!

Wann ist es soweit? Der richtige Zeitpunkt

Geranien vertragen leichte Minusgrade (bis ca. -2°C) kurzfristig, aber riskier es lieber nicht. Spätestens Ende Oktober oder Anfang November, wenn die ersten richtigen Nachtfröste gemeldet sind, müssen sie rein.

✂️ Schritt 1: Der Rückschnitt

Bevor du sie einräumst, musst du rigoros sein. Schneide alle Triebe auf ca. 10 bis 15 cm Länge zurück. Pro Trieb sollten noch 2-3 "Knoten" (verdickte Stellen am Stängel) stehen bleiben. Entferne möglichst alle Blätter!

Warum so radikal?

  • Das beugt Schädlingen und Krankheiten im Winterlager vor.
  • Die Pflanze braucht im Winter Kraft für die Wurzeln, nicht für Blätter.
  • Sie brauchen weniger Platz im Winterquartier.

Drei Methoden zur Überwinterung

1. Die Klassische: Im Topf (Hell & Kühl)

Ideal: Ungeheiztes Treppenhaus, Garage mit Fenster, kühles Schlafzimmer.
Temperatur: 5 bis 10 Grad.
So geht´s: Lass die Pflanzen in ihren Kästen oder Töpfen. Stell sie hell und kühl auf. Da sie kaum Blätter haben, brauchen sie nur ganz wenig Wasser (alle 2-4 Wochen ein Schluck). Die Erde darf nie ganz austrocknen, aber keinesfalls nass sein!

2. Die Dunkle: Im Keller

Ideal: Dunkler, kühler Keller.
Temperatur: 5 bis 10 Grad.
So geht´s: Hier ist es noch wichtiger, dass alle Blätter entfernt sind, sonst faulen sie. Du kannst die Pflanzen auch austopfen, die Erde grob abschütteln und die Wurzelballen in Kisten mit Zeitungspapier wickeln oder locker in Sand einschlagen. Im Dunkeln stellt die Pflanze den Stoffwechsel fast komplett ein. Gieße nur minimalst.

3. Die "Hängende" (Kopfüber)

Ideal: Trockener Keller / Dachboden.
So geht´s: Alte Bauernmethode! Pflanzen austopfen, Erde komplett entfernen. Die nackten Wurzelballen in eine Plastiktüte wickeln (damit sie nicht austrocknen, aber oben offen lassen für Luft!) und die Pflanzen kopfüber aufhängen. Klingt brutal, funktioniert bei robusten Sorten aber oft.

🌸 Frühling: Das große Erwachen

Ab Februar/März holst du deine Schlafmützen zurück ins Leben:

  1. Topfe die Pflanzen in frische, hochwertige Geranienerde um.
  2. Schneide vertrocknete oder welke Triebspitzen nach.
  3. Stelle sie heller und etwas wärmer (z.B. Fensterbank im Wohnraum, aber Vorsicht vor praller Heizungsluft).
  4. Gieße wieder regelmäßiger.
  5. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) dürfen sie wieder raus auf den Balkon!

Häufige Fragen

Kann ich Geranien auch drinnen überwintern, wenn es warm ist?
Das ist nicht ideal, aber möglich. Bei zu warmen Temperaturen (über 15°C) versuchen sie weiterzuwachsen und bilden lange, schwache Triebe ("Vergeilen"). Diese müssen im Frühjahr rigoros abgeschnitten werden. Es ist also viel "Abfall" und die Pflanze wird geschwächt.
Was mache ich mit Schädlingen im Winterquartier?
Blattläuse oder Weiße Fliegen lieben die Ruhe im Winterquartier. Kontrolliere die Pflanzen regelmäßig. Bei Befall hilft Abbrausen oder eine Behandlung mit Neem-Öl. Entferne befallene Triebe sofort.
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