Beetgarten anlegen – Planung, Aufbau & Tipps
Ein Beetgarten bringt Struktur in deinen Garten und macht das Gärtnern übersichtlich. Ob du einen Beetgarten anlegen willst für Gemüse, Kräuter oder bunte Mischkultur – mit der richtigen Planung wird er zum Herzstück deines Gartens. Wir zeigen dir, wie du Beete im Garten planst, anlegst und pflegst – von der Standortwahl bis zur Fruchtfolge.

In diesem Artikel erfährst du:
Was ist ein Beetgarten?
Ein Beetgarten ist ein Gartenbereich, in dem mehrere Beete klar voneinander getrennt sind. Im Gegensatz zur flächigen Bewirtschaftung ermöglicht der Beetgarten gezielte Bepflanzung, einfache Pflege und bessere Übersicht. Du kannst einen Beetgarten gestalten mit Gemüse, Kräutern, Blumen oder einer Mischung – je nach deinen Zielen.
🌱 Vorteile eines Beetgartens
- Klare Struktur – jedes Beet hat eine definierte Funktion
- Mischkultur und Fruchtfolge leicht umsetzbar
- Kein Betreten der Beete – Boden bleibt locker
- Übersichtliche Planung mit dem Beetplaner
- Ideal für Beetgarten für Anfänger
Ob großer Selbstversorgergarten oder kleiner Beetgarten auf dem Balkon – die Prinzipien bleiben gleich. Mehr Tipps für den Einstieg findest du in unserem Artikel zu Gartenarbeit für Anfänger.
Planung und Größe des Beetgartens
Die Beetgarten Planung entscheidet über den Erfolg. Bevor du anlegst, solltest du Größe, Anzahl der Beete und Zugänge festlegen.
📐 Beetgröße
Die Beetbreite sollte maximal 1,20 m betragen – so erreichst du die Mitte von beiden Seiten ohne ins Beet zu treten. Die Länge richtet sich nach dem Platz. Für den Einstieg: 3–4 Beete à 3–4 m Länge.
Faustregel: 10–20 m² Beetfläche für den Anfang
📋 Beetgarten Ideen – Wie viele Beete?
Ein Beetgarten anlegen Anfänger startet oft mit 3–4 Beeten. Eins für Starkzehrer (Kohl, Tomaten), eins für Mittelzehrer (Salat, Möhren), eins für Schwachzehrer (Bohnen, Erbsen) – plus optional ein Kräuterbeet. So kannst du Fruchtfolge von Anfang an einplanen.
Standortwahl für den Beetgarten
Der Standort bestimmt, was du im Beetgarten was pflanzen kannst. Sonne, Wind und Bodenqualität sind entscheidend.
☀️ Sonne
Die meisten Gemüsepflanzen brauchen mindestens 6 Stunden Sonne pro Tag. Ein Gemüsebeet im Garten anlegen solltest du an der sonnigsten Stelle. Beobachtung vor der Planung lohnt sich.
🌬️ Windschutz
Hecken, Zäune oder Sichtschutz schützen vor Wind – wichtig für empfindliche Kulturen. Zu viel Wind trocknet aus und kann Pflanzen umwerfen.
🪴 Boden
Lehmiger, humoser Boden ist ideal. Schweren Boden kannst du mit Sand und Kompost auflockern. Mehr dazu: Boden verbessern.
Beete anlegen: Hügelbeet, Flachbeet, Hochbeet
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Beetgarten anzulegen. Jede Form hat Vor- und Nachteile:
🟫 Flachbeet
Das klassische Flachbeet ist am einfachsten anzulegen: Boden umgraben, Unkraut entfernen, Beetränder abstecken. Ideal für gute Böden und große Flächen. Der Klassiker beim Beetgarten anlegen.
Aufwand: Gering
⛰️ Hügelbeet
Ein Hügelbeet ist ein aufgehäufter Damm aus Erde und organischem Material. Besser Drainage, schnellere Erwärmung, mehr Oberfläche. Gut für feuchte Standorte. Erfordert etwas mehr Planung.
Aufwand: Mittel
📦 Hochbeet
Hochbeete sind rückenschonend und ideal für kleine Gärten oder schwierige Böden. Sie erwärmen sich schnell und bieten Schutz vor Schnecken. Detaillierte Anleitung: Hochbeet anlegen.
Aufwand: Höher
📝 Schritt-für-Schritt: Flachbeet anlegen
- Beetfläche abstecken (z.B. mit Schnur und Pflöcken)
- Boden lockern – umgraben oder mit Grabegabel auflockern
- Unkraut und Wurzeln entfernen
- Bei Bedarf Kompost und Sand einarbeiten (siehe Boden verbessern)
- Beetoberfläche glätten, Beetränder sauber abstechen
Wegeplanung im Beetgarten
Die Wege zwischen den Beeten sollten mindestens 50–60 cm breit sein – damit du bequem mit Schubkarre oder Gießkanne durchkommst. Ein Hauptweg von 80–100 cm Breite erleichtert das Arbeiten.
🛤️ Belagsmöglichkeiten
- Rindenmulch: Günstig, unkrauthemmend, muss nachgefüllt werden
- Kies oder Schotter: Langlebig, gute Drainage
- Rasen: Optisch schön, braucht Pflege und trocknet bei Betreten aus
- Steinplatten oder Pflaster: Sauber, trittfest, höherer Aufwand
⚠️ Verdichtung vermeiden
Unbefestigte Wege nicht bei Nässe betreten – das verdichtet den Boden und erschwert späteres Arbeiten. Entweder Wege befestigen oder mit Brettern/Trittsteinen arbeiten, um den Druck zu verteilen.
Kleiner Beetgarten – Auch mit wenig Platz
Ein kleiner Beetgarten auf 5–10 m² bringt schon erstaunliche Erträge. Zwei Beete à 1,20 m x 2 m reichen für Salat, Radieschen, Kräuter und ein paar Tomaten oder Zucchini. Wichtig: Fokus auf ertragreiche und platzsparende Kulturen. Rankbohnen statt Buschbohnen nutzen die Höhe. Kräuter am Beetrand sparen Platz.
🌿 Ideal für den kleinen Beetgarten
- Salat (nachziehend alle 2–3 Wochen)
- Radieschen, Rucola (schnell geerntet)
- Bohnen an Rankgerüst (hoher Ertrag auf kleiner Fläche)
- Zucchini (eine Pflanze reicht für 2–4 Personen)
- Kräuter: Basilikum, Petersilie, Schnittlauch
Bepflanzung: Mischkultur und Fruchtfolge
Was du im Beetgarten was pflanzen solltest, hängt von Mischkultur und Fruchtfolge ab. Beides erhöht Erträge und reduziert Krankheiten.
🌿 Mischkultur
In der Mischkultur werden unterschiedliche Pflanzen nebeneinander gesetzt – sie unterstützen sich gegenseitig. Beispiel: Karotten mit Zwiebeln (wehren sich gegenseitig Schädlinge ab), Tomaten mit Basilikum. Ausführlich: Mischkultur.
🔄 Fruchtfolge
Die Fruchtfolge wechselt die Kulturen jährlich: Starkzehrer → Mittelzehrer → Schwachzehrer → optional Brache oder Gründünger. So bleibt der Boden ausgeglichen. Mehr: Fruchtfolge & Beetplanung.
🌱 Beispiel-Bepflanzung für den Beetgarten
- Beet 1: Tomaten + Basilikum, Kohl (Starkzehrer)
- Beet 2: Salat, Möhren, Zwiebeln (Mittelzehrer)
- Beet 3: Bohnen, Erbsen (Schwachzehrer)
- Beet 4: Kräuter (Thymian, Oregano, Petersilie)
📖 Stark-, Mittel- und Schwachzehrer im Überblick
Die Einteilung hilft dir bei der Fruchtfolge. Starkzehrer entziehen dem Boden viele Nährstoffe und brauchen reichlich Kompost oder Dünger. Schwachzehrer (Leguminosen wie Bohnen, Erbsen) binden Stickstoff und verbessern den Boden.
Starkzehrer
Kohl, Tomaten, Zucchini, Kartoffeln, Gurken
Mittelzehrer
Salat, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Spinat
Schwachzehrer
Bohnen, Erbsen, Kräuter, Radieschen
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Kostenlos startenPflege über die Saison und Werkzeuge
Ein gut geplanter Beetgarten braucht regelmäßige Pflege. Mit den richtigen Werkzeugen geht es leichter.
🔧 Werkzeug-Basics
- Spaten oder Grabegabel zum Umgraben
- Hacke oder Grubber zum Lockern
- Pflanzkelle, Händchen oder Pflanzholz
- Gießkanne oder Schlauch
- Gartenschere für Ernte und Ausputzen
📅 Saisonale Pflege
- Regelmäßig gießen bei Trockenheit
- Unkraut jäten vor dem Aussamen
- Mulchen reduziert Verdunstung und Unkraut
- Nach der Ernte Gründünger oder Kompost einarbeiten
Für den Überblick über Aussaat und Ernte nutze unseren Beetplaner. Weitere Tipps für Einsteiger: Gartenarbeit für Anfänger.
Häufige Fragen
Frage: Was ist ein Beetgarten?
Antwort: Ein Beetgarten ist ein Gartenbereich, in dem mehrere Beete klar abgegrenzt sind – für Gemüse, Kräuter oder Blumen. Im Gegensatz zur flächenhaften Bewirtschaftung ermöglicht der Beetgarten gezielte Bepflanzung, Mischkultur und einfachere Pflege.
Frage: Wie groß sollte ein Beetgarten sein?
Antwort: Für den Einstieg reichen 10–20 m² Fläche – etwa 3–4 Beete à 1,20 m Breite. Die Breite sollte so gewählt werden, dass du die Mitte von beiden Seiten erreichen kannst, ohne ins Beet treten zu müssen. Bei mehr Platz kannst du später erweitern.
Frage: Welche Beetform eignet sich für Anfänger?
Antwort: Flachbeete sind am einfachsten anzulegen. Hügelbeete bieten bessere Drainage und erwärmen sich schneller. Hochbeete sind rückenschonend und ideal für kleine Gärten oder schwierige Böden. Für den Einstieg sind Flachbeete am unkompliziertesten.
Frage: Was pflanze ich in einem Beetgarten?
Antwort: Starte mit robusten Kulturen wie Salat, Radieschen, Zucchini, Bohnen und Kräutern. Nutze Mischkultur – pflanze z.B. Karotten mit Zwiebeln oder Tomaten mit Basilikum. Die Kombination verschiedener Pflanzen fördert die Gesundheit und reduziert Schädlinge.
Frage: Wie plane ich die Fruchtfolge im Beetgarten?
Antwort: Wechsle die Kulturen jährlich innerhalb der Beete. Starkzehrer (z.B. Kohl, Tomaten) im ersten Jahr, Mittelzehrer (z.B. Salat, Möhren) im zweiten, Schwachzehrer (z.B. Bohnen, Erbsen) im dritten Jahr. So bleibt der Boden ausgewogen.
Beetgarten – Struktur und Freude im Garten
Ein Beetgarten bringt Ordnung und ermöglicht gezieltes Gärtnern. Mit der richtigen Planung, passenden Beetformen und Mischkultur sowie Fruchtfolge wird er zum produktiven Herzstück. Vertiefe dein Wissen mit unseren Artikeln zu Beetplanung, Hochbeet anlegen, Mischkultur, Fruchtfolge und Boden verbessern. Für den Einstieg: Gartenarbeit für Anfänger.
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